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Freitag, 9. Januar 2015

Fertig entrümpelt!

Ich habe es bereits angekündigt in meiner Vorschau fürs 2015: Dieses Jahr wird schonungslos! Es wird entrümpelt was das Zeug hält, am 31.12.2015 will ich sagen können: „Ich habe alle meine materiellen Besitztümer entrümpelt und es befinden sich nur noch die Dinge in meinem Besitz, die mir Freude machen und ich auch benutze.“

Fertig entrümpelt. Das grosse Finale sozusagen.


Wie werde ich vorgehen?

Um mein Ziel zu erreichen werde ich alle meine Besitztümer zählen. Ich werde meinen Minimalismuspegel bestimmen. Um das zu erreichen werde ich systematisch Raum für Raum in unserem Zuhause durchgehen müssen. Da ich absolut unchaotisch und immer sehr diszipliniert bin wird das ganze ein Spaziergang für mich (es folgt an dieser Stelle ein rigoroser Lachanfall meinerseits - Achtung: Bitte Ohren zuhalten: *hoarhoarhoarrrr*. Habe ich schon erwähnt dass ich immerzu dazu neige mehrere Dinge gleichzeitig zu tun? Ich lese auch des Öfteren mehrere Bücher auf einmal…. Personen die sich in meinem näheren Umfeld aufhalten verhelfe ich damit zu einem entspannten, lockeren Nacken, da das regelmässige Kopfschütteln über mein chaotisches Vorgehen bei diesen Personen Verspannungen im Schulter-, Nacken- und Halsbereich erst gar nicht aufkommen lässt. Ganz schön praktisch sowas, nicht?).


Was werde ich zählen?

- Dinge die nur mir persönlich gehören.

- Dinge, die ich mit anderen Personen im selben Haushalt gemeinsam nutze und aus meiner Sicht auch besitzen würde, hätte ich einen Singlehaushalt.

- Einzige Art der Gruppierung von Dingen beim Zählen: Dinge die nur gemeinsam benutzt werden können werden auch als eine Sache gezählt (Also zum Telefon gehört auch das Ladekabel mit dazu, zum Fotoapparat das Objektiv, der Akku, Ladegerät und Speicherkarte – sonst kann man das Ding ja gar nicht nutzen. Dasselbe gilt zum Beispiel auch für Spielkarten. Ein Kartenspiel mit 52 Karten zählt dann als ein Ding und nicht als 52).


Was ist der Minimalismuspegel?

Ich bin der festen Überzeugung, dass es nicht die Anzahl der Dinge ist die jemand besitzt(oder nicht besitzt), die einen Menschen zum Minimalisten macht. Es ist eine Lebenseinstellung. Man ist aus meiner Sicht bereits Minimalist, wenn man noch am Entrümpeln ist. (Wie ein Pilgerer ein Pilgerer ist wenn er noch am Pilgern ist oder ein Wanderer ein Wanderer ist solange er eben am Wandern ist – so ist ein Minimalist ein Minimalist, solange er noch am Entrümpeln ist... was ist wenn die dann an ihrem Ziel angekommen sind? Tja, das ist eine interessante Frage….)

Minimalismus ist ein Weg, den man geht. Ein Weg voller Erkenntnisse, welcher Dich eine ganz neue Art von Freiheit erleben lässt.

Trotzdem werde ich meinen Minimalismuspegel bestimmen. Als Motivator für mein Unterfangen sozusagen. Wie bereits oben erwähnt - das mit der Disziplin und dem organisiert Sein ist so ne Sache bei mir…mit einem Ziel vor Augen funktioniert bei mir so was in der Regel vii-iel besser.

Hier, wie der Minimalismuspegel bestimmt wird: Der durchschnittliche Mensch (in unseren Breitengraden) besitzt gemäss Google 10‘000 Dinge. Das heisst:

- Wer 10‘000 Dinge besitzt ist total durchschnittlich und hat einen Minimalismuspegel von 0%, den er besitzt 0 Sachen weniger als der Durchschnittsmensch.

- Wer 9‘000 Dinge besitzt ist schon etwas minimalistischer und hat einen Minimalismuspegel von 10%, den er besitzt 1‘000 Sachen (also 10% von 10‘000 Sachen) weniger als der Durchschnittsmensch.

- Wer 5‘000 Dinge besitzt ist schon ein ganzes Stück minimalistischer und hat einen Minimalismuspegel von 50%, den er besitzt 5‘000 Sachen (also 50% von 10‘000 Sachen) weniger als der Durchschnittsmensch.

- Wer 100 Dinge besitzt ist ein absoluter Minimalist* und hat einen Minimalismuspegel von 99%, den er besitzt 9‘900 Sachen (also 99% von 10‘000 Sachen) weniger als der Durchschnittsmensch.

Alles klar bis hierhin?

*Anmerkung der Redaktion: Wenig bis gar keine Dinge zu besitzen allein macht noch keinen Minimalisten. Es geht hier aber einfach mal darum, das Grundprinzip festzulegen.

Ich finde 10‘000 ganz schön viel, befürchte aber, dass ich schon bald eines besseren belehrt werde. ALSO ich bin ja gespannt, was bei der ganzen Sache rauskommt. Was, wenn ich mehr als 10‘000 Dinge mein Eigentum nennen will? Vielleicht stellt sich ja heraus, dass ich der pure anti-Minimalist in Person bin? Und was passiert eigentlich, wenn man fertig entrümpelt hat? Geht das überhaupt? Nun, ihr seht - es bleibt spannend….

Das Ganze wird natürlich auch dazu dienen, dass ich alle meine materiellen Besitztümer mindestens einmal in dei Finger nehmen und entscheiden muss, ob das was da ist auch da bleibt oder rausfliegt. Ich werde hierzu den Entrümplungsticker weiter benutzen und dort weiterzählen, wieviele Dinge ich den nun eigentlich überhaupt entrümpelt habe.

Gleichzeitig wird es einen Ticker geben der mein Hab und Gut nach und nach aufsummieren wird - tja - ich bin ja selbst gespannt, wohin as noch so führen wird....

P.S.: Wer beim Zählen mitmachen will – Ihr seid alle natürlich auch dieses Jahr wieder herzlich eingeladen mitzumachen beim Entrümpeln und bestimmen Eures Minimalismuspegels!

Kommentare:

  1. Da bin ich aber gespannt. Den Zustand "Fertig" möchte ich in diesem Jahr auch erreichen. Ich mag nicht mehr immer alles von einem Platz zum Anderen räumen und oft fühlt es sich so an. Viel Erfolg.

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  2. Vielen Dank für die Aufmunterung! Ob es diese Jahr klappt werden wir ja schon in weniger als 365 Tagen erfahren*smile* - ich bin schon selber ganz gespannt auf das Ergebnis, dass dieses Jahr puncto "finalem Entrümpeln" mit sich bringen wird... Ich wünsche Dir auf jeden Fall ebenfalls viel Erfolg.

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  3. Ich finde es sehr gut, dass du die Definition eher als Empfehlung siehst. Denn letzentlich geht es ja um die EInstellung, nur als erster Schritt ist das Entrümpeln natürlich handfester. Und es ist auch schön, wenn jeder sich die Freiheit nimmt, eine eigene Definition zu entwickeln.

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    1. Ja - schön, dass das hier so aufgefasst wird, wie es auch gedacht ist! Auch wenn ich hier konkreter werde und meinen eigenen Weg aufzeige - so ist das rein als Inspiration aufzufassen. Jeder soll seinen eigenen Weg finden und gehen können... :)

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